Kooperation und Konzentration: Ein starkes Signal für Kultur und Sport aus Sicht des CAMPUS Ravensburg – das noch nicht weit genug geht

Die Stadt Ravensburg hat unter dem Leitmotiv „Kooperation und Konzentration“ ein neues Konzept vorgestellt, um die Kultur- und Veranstaltungslandschaft zukunftsfähig aufzustellen. Ziel ist es, bestehende Angebote zu sichern, Doppelstrukturen zu vermeiden und angesichts begrenzter finanzieller Mittel tragfähige Lösungen zu entwickeln. Kernpunkte sind die Bündelung kultureller Nutzungen an einem zentralen Ort sowie eine veränderte Ausrichtung der Oberschwabenhalle. [ravensburg.de]

Frauentorkino als zentraler Kulturstandort

Nach den Plänen der Stadt soll das Frauentorkino zu einer multifunktionalen Kulturstätte weiterentwickelt werden. Hintergrund ist unter anderem der Wegfall bestehender Spielstätten: Das Theater Ravensburg muss seinen aktuellen Standort Mitte 2027 verlassen, das Figurentheater steht vor einer kostenintensiven Sanierung. Künftig könnten beide unter einem Dach eine neue Heimat finden; weitere Kulturakteure sollen den Standort flexibel nutzen können. Die Stadt würde das Gebäude anmieten und über das Kulturamt betreiben. [ravensburg.de], [wochenblatt-news.de]

Konzerthaus bleibt – Sanierung eingeplant

Unstrittig ist der Erhalt des Konzerthauses als bedeutsames Kulturdenkmal. In den kommenden Jahren steht jedoch eine umfassende Sanierung an. Während dieser Zeit könnte das Frauentorkino als Ausweichspielstätte dienen und damit die Kontinuität des Kulturangebots sichern. [ravensburg.de]

Oberschwabenhalle: neue Perspektive für den Sport

Besonders relevant aus Sicht des CAMPUS Ravensburg ist die Überlegung, die Oberschwabenhalle künftig als Großsporthalle zu nutzen. Damit würde auf den stark wachsenden Bedarf an Hallenkapazitäten für Schulen, Vereine und Leistungs­teams reagiert. Ein Neubau an anderer Stelle wäre deutlich teurer; die Umnutzung der bestehenden Halle könnte eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung sein. Traditionelle Veranstaltungen wie das Rutenfest sollen weiterhin möglich bleiben. [wochenblatt-news.de]

Einordnung durch die Schwäbische Zeitung: Regionale Zusammenarbeit im Fokus

Wie auch die Schwäbische Zeitung in ihrer Berichterstattung betont, bedeuten die Pläne einen bewussten Schritt hin zu mehr regionaler Kooperation. Zwar würde Ravensburg auf große Konzert- und Showformate an diesem Standort verzichten, gleichzeitig verweist die Stadt auf die enge Zusammenarbeit mit Veranstaltungsorten in der Region Friedrichshafen–Weingarten. Kulturangebote sollen stärker vernetzt gedacht und gemeinsam getragen werden. [wochenblatt-news.de]

Fazit aus Sicht des CAMPUS Ravensburg – Einladung zum gemeinsamen Weiterdenken

Aus Sicht des CAMPUS Ravensburg ist die Grundidee der Stadt Ravensburg richtig und wichtig: Kooperation, Bündelung von Angeboten und der nachhaltige Umgang mit bestehenden Infrastrukturen sind angesichts der finanziellen und räumlichen Herausforderungen der richtige Ansatz. Gleichzeitig greift dieses Konzept aus unserer Sicht noch deutlich zu kurz.

Die Sanierung der Oberschwabenhalle und ihr Umbau zu einer Großsporthalle werden – realistisch betrachtet – einen hohen sieben- oder sogar achtstelligen Investitionsbetrag erfordern. Hinzu kommen jährliche Unterhalts- und Betriebskosten im sechsstelligen Bereich. Diese Mittel fließen in eine einzelne Halle, ohne damit die strukturellen Herausforderungen der Sport‑, Bewegungs‑ und Veranstaltungsinfrastruktur in Ravensburg langfristig zu lösen oder Synergien systematisch zu nutzen.

Genau hier setzt die Vision des CAMPUS Ravensburg an. Wir sind überzeugt:
Wenn Ravensburg diesen Weg geht, dann sollte er größer, mutiger und integrierter gedacht werden.

Die Initiatoren des CAMPUS Ravensburg laden die Stadt Ravensburg sowie die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu ein, die Idee der Stadt mit der Vision des CAMPUS Ravensburg zu vereinen. Gemeinsam kann eine Infrastruktur entstehen, die bezahlbaren Wohnraum, Gewerbeflächen, den Sport, Bewegung, Gesundheit, Bildung und Veranstaltungen ganzheitlich berücksichtigt, Flächen effizient nutzt, langfristig Kosten spart und zugleich echten Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft schafft.

Unser Angebot ist klar:
Lassen Sie uns nicht nur umbauen, sondern neu denken – offen, transparent und gemeinsam. Nur so kann aus einer notwendigen Sanierung ein zukunftsfähiges Projekt für Ravensburg und die Region werden.

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